Stadien der Schwerhörigkeit

Stadien der Schwerhörigkeit

Hören ist ein komplexer Prozess. Normalerweise werden Schallwellen über den äußeren Gehörgang zum Trommelfell weitergeleitet, das in Schwingungen versetzt wird. Diese werden durch die Gehörknöchelchen an die Innenohrschnecke weitergeleitet und an den Haarzellen zu elektrischen Impulsen verarbeitet. Über den Hörnerv werden diese Impulse an das Gehirn weitergeleitet, wo sie in Töne umgewandelt werden. Wenn auf dem Weg zwischen Gehörgang und Gehirn eine Störung oder Erkrankung auftritt, entsteht eine Schwerhörigkeit.

Eine Grafik zeigt den Aufbau eines menschlichen Gehörgangs
Das Ohr ist ein empfindliches Organ. Eine Lärmbelastung ab 80 Dezibel kann bereits erheblich die Funktion des Innenohres stören

Was ist Schwerhörigkeit?

Schwerhörigkeit ist eine Einschränkung des Hörvermögens, sie kann von einer geringen Beeinträchtigung bis zum kompletten Hörverlust reichen und sowohl vorübergehend als auch bleibend sein. Die Ursachen sind vielfältig: angefangen bei Alterserscheinungen und Folgen einer Erkrankung kann auch eine übergroße Lärmbelastung der Grund für Schwerhörigkeit sein.

Den Grad der Schwerhörigkeit bestimmt man durch die Messung der Hörschwelle, welche die Wahrnehmungsgrenze eines akustischen Eindrucks ist und von zwei Faktoren abhängt: der Frequenz und der Lautstärke. Ein gesunder Mensch hat einen Hörbereich zwischen 0 und 20.000 Hertz (Frequenz). Die menschliche Sprache liegt in der Regel zwischen 500 und 6000 Hertz. Die zweite Einheit, durch die das Stadium der Schwerhörigkeit bestimmt wird, ist die Lautstärke, die in Dezibel gemessen wird. Ein normal Hörender fühlt sich ab etwa 80-85 dB unwohl. Die Hörschwelle des Patienten wird mit der eines Menschen mit gesundem Gehör verglichen.

Ein Mann hält sich die Hand ans Ohr. In dieses bewegen sich eine Vielzahl an Buchstaben hinein
Schwerhörigkeit beginnt, wenn man Geräusche von 25 Dezibel nicht mehr hören kann.

Ab wann wird von Schwerhörigkeit gesprochen?

Weicht die Hörfähigkeit mit maximal 20 dB von der definierten Hörschwelle ab, liegt man im Bereich der Normalhörigkeit. Kann die entsprechende Person Töne erst ab einer Intensität von 25 bis 40 dB hören, das heißt beispielsweise, dass das Ticken einer Armbanduhr oder das Umblättern von Seiten nicht mehr akustisch wahrnehmbar sind, spricht man von geringgradiger Schwerhörigkeit. Die mittelgradige Schwerhörigkeit beginnt bei einem Hörverlust von 40 dB, also etwa dem alltäglichen Grundgeräusch eines Wohngebietes. Sobald die betroffene Person den Gesprächspartner mit normaler Sprechlautstärke nicht mehr problemlos verstehen kann, spricht man von hochgradiger Schwerhörigkeit, welche bei mindestens 60 dB beginnt. Wenn Geräusche mit einer Lautstärke von über 80 dB nicht mehr akustisch wahrgenommen werden, spricht man von an Gehörlosigkeit grenzender Schwerhörigkeit. In diesem Fall hört die Person weder laute Musik noch die Geräusche einer Autobahn. In diesem Stadium hört man fast nichts mehr, das bedeutet man ist fast taub bzw. gehörlos.

Eine Frau flüstert einem Mann etwas ins Ohr
Um den Grad der Schwerhörigkeit zu ermitteln, muss zuerst die Hörschwelle des Schwerhörigen ermittelt werden

Ursachen der Schwerhörigkeit

Die Ursachen von Schwerhörigkeit können in verschiedene Gruppen eingeteilt werden und sowohl in akuter als auch chronischer Form auftreten: Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit kann der ankommende Schall vom Mittelohr nicht richtig an das Innenohr weitergeleitet werden, dementsprechend werden alle Schallsignale, unabhängig von ihrer Tonhöhe, leiser gehört, die Qualität bleibt allerdings erhalten. Ursache kann unter anderem ein Fremdkörper im Gehörgang, eine akute Mittelohrentzündung oder eine Verletzung des Trommelfells sein.

Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt eine Schädigung oder Funktionsschwäche des Innenohrs oder des Hörnervs vor. Die Schallsignale werden zwar noch gut empfangen, aber die Frequenzen werden unterschiedlich gut wahrgenommen. Deshalb handelt es sich hierbei eher um eine Fehl- als um eine Schwerhörigkeit. Gründe hierfür können ein Hörsturz oder aber auch Infektionskrankheiten wie Mumps, Masern, Scharlach oder Hirnhautentzündung sein.

Daneben gibt es noch die kombinierte Schallleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit, welche bei gleichzeitiger Erkrankung des Mittel- und Innenohres auftritt.

Aufgrund der verschiedenen möglichen Ursachen der Schwerhörigkeit ist es sinnvoll, die Hörschwelle des Schwerhörigen zu ermitteln, um den Grad der Schwerhörigkeit zu bestimmen und den Betroffenen entsprechend behandeln zu können.


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