Helen Keller

Das Leben der Helen Keller

Helen Keller wurde im Juni 1880 in Alabama geboren. Das anfänglich gesunde Kind erkrankte im Alter von zwei Jahren an einer Hirnhautentzündung und verlor infolgedessen das Seh- und Hörvermögen. Zur Verständigung mit ihrer Umwelt entwickelte das Mädchen eigene Handzeichen, diese wurden jedoch oft nicht richtig gedeutet oder verstanden.

"Ich bin blind, aber ich sehe, ich bin taub, aber ich höre"

Im Jahre 1887 widmete sich die junge Lehrerin Anne Sullivan der Ausbildung von Helen und lehrte sie das Daktylieren (Beim Daktylieren wird das Fingeralphabet in die Handfläche geschrieben). Der Durchbruch kam, als Helen strömendes Wasser berührte und Anne ihr das Wort "Wasser" auf der Handfläche buchstabierte. Das Mädchen begriff, dass alle Dinge einen Namen haben und sie lernte Worte mit Dingen in Verbindung zu bringen. Später brachte Anne ihr auch die Blindenschrift Braille bei – nun konnte Helen Bücher lesen und die Schreibmaschine benutzen.

Trotz Blindheit und Taubheit hat Helen Keller großartige Leistungen vollbracht Trotz Blindheit und Taubheit hat Helen Keller großartige Leistungen vollbracht
Zur Verständigung mit ihrer Umwelt entwickelte Helen Keller eigene Handzeichen Zur Verständigung mit ihrer Umwelt entwickelte Helen Keller eigene Handzeichen

"Engel der Blinden"

1900 schrieb sie sich am Radcliffe College in Boston ein, erlernte mehrere Fremdsprachen und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Ihre Behinderung hielt sie nicht davon ab, eine erfolgreiche Schriftstellerin zu werden. So schrieb sie vor allem Bücher, die sich mit ihrer Behinderung auseinandersetzten: "Die Geschichte meines Lebens", oder "Mein Weg aus dem Dunkel". Sie setzte sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von Blinden und Sehbehinderten ein. Noch heute wird sie als der "Engel der Blinden" bezeichnet und ist für viele behinderte Menschen ein Vorbild.


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